Schnelle Bestimmung und Monitoring Bakterienbefall in wässrigen Dispersionen, Teil 1

Probleme bei wässrigen Dispersionen: Bei wässrigen Dispersionen besteht die Gefahr, dass durch Bakterienbefall die Produkte einen unangenehmen Geruch entwickeln, sich verfärben und eventuell sogar eine Phasentrennung verursachen und deshalb entsorgt werden müssen.


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Da die Gefahr eines Bakterienbefalls immer vorhanden ist, wurden die Dispersionen früher mit hohen Konzentrationen an Konservierungsmittel versetzt. Dies konnte eine Vermehrung der Bakterienstämme erfolgreich verhindern.

In den letzten Jahrzehnten kamen aber viele dieser Konservierungsstoffe in Verruf. Teils gelten sie als krebserregend (z.B. Formaldehyd) oder sie können eine hormonelle Wirkung haben. Deshalb wurden gewisse Konservierungsmittel verboten oder deren Grenzwerte für die Dosierung stark gesenkt. Ein keimfreies oder keimarmes Produzieren dieser wässrigen Produkte wurde nun immer wichtiger. Durch Schulung der Mitarbeitenden über verschiedene Themen wie

  • regelmässige Reinigungs- oder Austauschzyklen von Hilfsmitteln (z.B. Filtersäcken, Spachteln, Handschuhe, usw.)
  • Arbeitsverhalten bei der Musterentnahme
  • Anpassung der Arbeitsabläufe (z.B. Verwendung von neuen Gebinden)

konnte Emerell die Verkeimungsgefahr stark vermindern.

Bestimmung der Verkeimung: Die Messung der Verkeimung bleibt aber bis anhin ein Problem – diese Bestimmung muss jeweils an ein externes Labor ausgelagert werden. Es dauert bis zu 10 Tage bis ein Resultat vorliegt.

Eine bestimmte Probenmenge der Flüssigkeit wird auf einen Nährboden aufgetragen und dieser Nährboden dann in einem Brutkasten bei ca. 37°Celsius 3 bis 5 Tage gelagert. Danach kann unter einem Mikroskop die Vermehrung der Bakterien untersucht werden. Diese Arbeit ist zeitintensiv und benötigt grosse Erfahrung.

In einem zweiten Teil wird die aktuelle Methode erläutert